Diese Seite drucken




Hydroxyethylstärke (HES)

Aus Wachsmais hergestellte pharmazeutische Stärke

 

Chemisch wird Hydroxyethylstärke (HES) aus Wachsmaisstärke gewonnen. Diese kommt in speziellen Maissorten vor, die nahezu ausschließlich Amylopektin enthalten.
Das Rohmaterial wird zuerst mittels Hydroxyethylierung modifiziert und anschließend hydrolysiert, um das durchschnittliche Molekulargewicht zu reduzieren. Das Molekulargewicht beeinflusst die Eliminationsrate in vivo. Mit dem Grad der Hydroxyethylierung, die vor raschem Abbau durch Amylasen schützt, kann die Degradierungsrate der Stärke kontrolliert werden. Ein sehr wichtiger Aspekt für das Verhalten der HES ist die Erreichung einer möglichst geringen Schwankungsbreite im Molekulargewicht. Als einer der erfahrensten HES-Hersteller gehört dies zu den Kernkompetenzen von Fresenius Kabi.

 

 

Einsatz als Plasmaexpander  

 

Das wichtigste Einsatzgebiet für HES ist die Volumen-Ersatztherapie. Als kolloidale Lösung zählt HES  zur Gruppe der Plasmaexpander.  HES-haltige Produkte werden in der Notfallmedizin zur Behandlung eines verminderten Blutvolumens bei akutem Blutverlust verwendet, wenn andere Arzneimittel (sogenannte Kristalloide) alleine nicht als ausreichend erachtet werden.

 

 

 


Genehmigter Herstellungsprozess

 

Der Produktionsprozess der HES entspricht EU-GMP- und US-cGMP-Regulatorien und ist durch nationale und internationale Behörden, unter anderem der US FDA, geprüft und zugelassen. Mit einem jährlichen Produktionsvolumen von einigen hundert Tonnen zählt die Fresenius Kabi-Produktionsstätte in Linz zu den weltweit größten Herstellern des pharmazeutischen Wirkstoffes HES.