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Intensivmedizin

Ernährungstherapie in der Intensivmedizin

In der Intensivmedizin spricht man in der Regel von "kritisch kranken" Patienten. Die Bezeichnung ist nicht exakt definiert, allgemein werden aber Patienten, die sich im Zustand von SIRS (systemisches inflammatorisches Responsesyndrom), Sepsis oder MODS (Multiorgandysfunktionssyndrom) befinden oder das Risiko haben, in einen solchen Zustand zu gelangen, als kritisch krank bezeichnet.

SIRS ist die Bezeichnung für eine generalisierte systemische Entzündungsreaktion auf jegliches schweres körperliches Ereignis (z.B. Trauma). Das SIRS ist in Bezug auf Sepsis der übergeordnete Begriff, da er das klinische Syndrom des kritisch kranken Patienten – unabhängig von der Ursache – beschreibt. Als nichtinfektiöse Insulte kommen beispielsweise Pankreatitis, Ischämie, Trauma und Gewebeverletzungen, hämorrhagischer Schock oder Verbrennungen in Frage.

Wird das SIRS durch eine nachgewiesene Infektion verursacht, wird es als Sepsis bezeichnet. Als Komplikation und Folge von SIRS und schwerer Sepsis tritt häufig ein Multiorganversagen auf. Studien belegen, dass ein Viertel der Patienten auf der Intensivstation eine schwere Sepsis oder septischen Schock entwickeln.

Durch die Schwere der Erkrankung unterliegen die Patienten extremem Stress. Der möglichst frühzeitige Einsatz einer an das Krankheitsbild angepassten Ernährungstherapie zum Ausgleich einer bereits bestehenden und/oder zur Prävention einer drohenden Mangelernährung mit parenteraler und/ oder enteraler Ernährung kann die immunologischen Funktionen verbessern und damit die Heilungschancen erhöhen.

Fresenius Kabi bietet ein breites Spektrum an Produkten zur enteralen und parenteralen Ernährungstherapie und deren Applikation, die speziell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind und der Verbesserung des Ernährungszustandes dienen sollen.